Was ist Kognitive Verhaltenstherapie?



Die Kognitive Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapierichtung. «Kognitiv» bedeutet, dass nebst dem sichtbaren, äusseren Verhalten auch das unsichtbare, «innere Verhalten» d.h. Kognitionen (Gedanken, Selbstgespräche, Einstellungen, Interpretationen) sowie Gefühle in die Therapie einbezogen und wo nötig verändert werden. Zentrale Bedeutung hat das Lernen sowie das Umlernen. Menschliches Verhalten, erwünschtes wie auch problematisches und unerwünschtes, gilt zu einem wesentlichen Teil als erlernt und damit als veränderbar.

Die Verhaltenstherapie verwendet unterschiedlichste therapeutische Techniken und Behandlungsmethoden. Es kommen unter anderem folgende verhaltenstherapeutische Methoden zur Anwendung:

Positive Verstärkung: Wenn eine angenehme Konsequenz auf ein Verhalten folgt, dann wird dieses Verhalten in Zukunft vermehrt auftreten:

Grafik aus: "Was Eltern wissen sollten" von Prof. Dr. Meinrad Perrez

Um die Entstehung psychischer Probleme zu erklären, werden Erkenntnisse aus allen relevanten Fachbereichen beigezogen. Nebst wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Psychologie wird das Wissen aus nicht-psychologischen Fachbereichen wie z.B. der Medizin, der Biologie, der Hirnforschung bzw. der kognitiven Neurowissenschaft und der Soziologie einbezogen. Ziel der Therapie ist, die unter einer psychischen Belastung oder einer psychischen Erkrankung Leidenden dabei zu unterstützen, ihre seelischen und zwischenmenschlichen Probleme selbständig zu lösen und den Alltag wieder produktiv zu bewältigen (Hilfe zur Selbsthilfe).

Bei der Behandlung und psychotherapeutischen Begleitung von Kindern ist die aktive Mitarbeit von Eltern und weiteren Bezugspersonen für den therapeutischen Prozess oft unerlässlich und meist von grossem und zusätzlichem Nutzen.

Verhaltenstherapie ist die am besten wissenschaftlich überprüfte Therapiemethode. Gute Erfolge zeigen sich speziell bei der Behandlung von Ängsten, Depressionen, Zwängen, sozialen Unsicherheiten und Problemen im Leistungsbereich (z.B. Schule, Beruf), bei Sexualstörungen, Ess- und Schlafstörungen etc. Verhaltenstherapie kann bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen angewendet werden. Gearbeitet wird individuell, mit Paaren, der Familie oder in Gruppen.

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